Gemälde - Griseldis

Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü:


Meister der Griseldis

Die Verbannung der Griseldis,
Italien, um 1490

Als Meister der Griseldis (it. Maestro della vita di Griselda) wird ein italienischer Maler von Tafelbildern bezeichnet, der um 1490 in Umbrien, und vermutlich in Siena tätig war. Der namentlich nicht bekannte Künstler erhielt seinen Notnamen nach einem von ihm geschaffenen Gemäldezyklus, der die in Boccaccios Decamerone erzählte fiktive Lebensgeschichte der demütigen Griseldis darstellt.

Der Meister der Griseldis malte im Stile von Pinturicchio, dem die Bilder der Griseldis zuerst zugeschrieben waren. Auch ein Einfluss von Signorelli ist erkennbar. Ein Zyklus von Porträts berühmter Männer und Frauen war zuerst Signorelli zugeordnet, wurde dann aber als eigenständiges Werk eines Meisters der Griseldis anerkannt. Da der Stil der beiden Vorbilder klar erkennbar ist, wird als Schaffensort des Meisters der Griseldis Siena vermutet. In der Renaissance vergaben auch in Siena häufig prominente Familien Aufträge für Bilder für ihre Privatzimmer, um z.B. Hochzeiten oder eine Geburt zu feiern. Solche Bilder zeigen das damalige Verständnis der Rolle der Frau und feierten ihre Demut und Untergebenheit. Die Tafelbilder der Griseldis könnten eine solche Hochzeitsgabe gewesen sein.

„Spalliera Panels The Story of Griselda Part II Exile (detail)“
von Unbekannt - The National Gallery.
Lizenziert unter Gemeinfrei über Wikimedia Commons -
LINK

 
Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü