Drama - Griseldis

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Griseldis von Friedrich Halm

Drama in 5 Akten

Griseldis ist das erste veröffentlichte Drama des österreichischen Dichters Friedrich Halm. Er verarbeitet darin den bekannten Griseldis-Stoff, der zum ersten Mal in der 10. Novelle des 10. Tages von Boccaccios Decamerone auftaucht und nachher oft aufgegriffen und literarisch bearbeitet wurde.[1] Griseldis (bei Boccaccio: Griselda) ist eine Frau aus einfachen Verhältnissen, die von einem Fürsten geheiratet wird. Um ihre Treue auf die Probe zu stellen, unterzieht ihr Mann sie unmenschlich harten Prüfungen, die sie aber mit Geduld und Standhaftigkeit übersteht. Halm verlegt die Handlung nach England in das Umfeld des sagenhaften Königs Artus, weicht aber in einem Detail stark von dem überlieferten Stoff ab: Während traditionell die Geduld und Treue der ihrem Mann bedingungslos ergebenen Ehefrau Griseldis im Vordergrund steht, verlässt Halms Griseldis ihren grausamen Ehemann am Schluss für immer, nachdem sie erfahren hat, dass alle ihre Leiden nur mutwillige, von ihrem Mann ihr auferlegte Prüfungen waren.

Halm bearbeitete den Griseldis-Stoff von November 1833 bis Juli 1834 in engem Kontakt mit seinem Freund und Lehrer Michael Leopold Enk von der Burg. Um der vom Zeitgeist geschätzten Ritterromantik Rechnung zu tragen, verlegte er die Handlung an den Artus-Hof. Außerdem machte er Griseldis zum Opfer einer Wette zwischen ihrem Mann Percival und Königin Ginevra und schuf einen gänzlich neuen Schluss. Am 30. Dezember 1835 erlebte Griseldis am Wiener Burgtheater ihre Uraufführung. Der Dichter trat dabei zum ersten Mal unter dem Pseudonym Friedrich Halm hervor.

Quelle:
https://de.wikipedia.org/wiki/Griseldis_(Halm)#Einzelnachweise

 
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